#1 Achtung von Björn 21.10.2008 20:26

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Hallo zusammen,

seid bitte vorsichtig, wenn Ihr auf diese Auktion bieten wollt.
http://cgi.ebay.de/POKER-Casino-Chips-Antik-auch-fuer-Sammler_W0QQitemZ200264747631
Ich glaube, der Verkäufer erzählt hier ziemlichen Quatsch.
1. Casinos verschenken keine Wert-Jetons!!!!! Schon gar nicht im Wert von mehreren tausend Mark.
Warum sollten Sie das auch tun?
2. So viel ich weiß, gab es in der DDR keine Casinos. Oder hat jemand schon mal davon gehört?
3. Mit so einfacher Qualität wird in Casinos nicht gespielt. Zumindest nicht mehr nach 1930

Ich habe den Verkäufer mal gefragt, woher er seine Informationen hat.
Für mich sehen die Jetons wie ein billiges "Home-Poker-Set" aus.

Many Greetz,
Björn
#2 Achtung von CasinoChipi 22.10.2008 14:23

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Zum alten Bonzen-Kasino in die Waldsiedlung

Berliner-Zeitung 22.04.2000

" Wo sich einst die Mächtigen der DDR im Funktionärskasino ihres Ghettos in der Waldsiedlung Bernau amüsierten, genießen seit 1994 Ausflügler die Annehmlichkeiten eines Gasthauses für jedermann. "

Was sein könnte,
das im Internationalen Hotels im Osten Spielbänke gab.
Aber da wäre keiner mit Ost Mark reingekommen.
Nur DM oder U.S. Dollar
Nur zur DDR Politik passt das nun mal gar nicht.
#3 Achtung von Veronika 22.10.2008 16:14

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Hallo zusammen,

ich hatte den jemand auch angemailt. Mein original Text war:
Hallo,
nur zu Ihrer Information. Zu Ostzeiten hat es im Osten keine Spielbanken gegeben. Modrow hat wohl die 1. Konzession an die VE Interhotel vergeben. Die 1. Betreiber waren die NDSC GmbH. Die eingesetzten Jetons sahen ein wenig anders und professioneller aus. Siehe auch www.jetons4you.de, dann unter Westspiel gehen und danach den Button Berlin (Alex)anklicken. Hier finden Sie KurzInfos und unter DM-Jetons Berlin (Alex) können Sie die ersten Jetons sehen. Die Konzessionserteilung und der Spielbetrieb erfolgten nach Mauerfall.
Schöne Grüße
Veronika
Die Internetseite kommt übrigens von mir.

Als Antwort habe ich dann folgenden Text erhalten:
hallo,
vielen dank für die informative e-mail. leider kann ich nicht mehr sagen, als ich von dem jetzigen vermieter weiß....ich selber habe leider keine ahnung davon.

vielen dank trotzdem

Auch interessant, das ich nur per Nachnahme bezahlen kann.
Ich werde heute Abend sicherheitshalber mal einen netten Kassierer vom Casino Berlin anmailen. Mal sehen was er dazu sagt. (Wenn er sagt, er kennt die Chips, drehe ich ihm den Hals um, , denn er sagte mir seinerzeit, das die NDSC-Jetons die ersten waren.)

Schöne Grüße
Veronika
#4 Achtung von CasinoChipi 25.10.2008 14:36

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Ja es gab welche Hotel Neptun in Warnemünde
Hab ein gefragt der von da ist.
Aber !!

Interhotel

Interhotel war eine am 1. Januar 1965 gegründete Hotelkette in der DDR.
Interhotels waren Hotels der gehobenen Klasse, in denen bevorzugt Gäste aus
nichtsozialistischen Wirtschaftsgebieten “ (NSW) untergebracht wurden.

Ursprünglich bestand die Hotelkette aus je einem Hotel in Berlin, Erfurt, Jena und Magdeburg, zwei Hotels im damaligen Karl-Marx-Stadt und fünf Hotels in Leipzig. Die Fünf-Sterne-Häuser standen nahezu ausschließlich Besuchern aus dem „nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet“ offen, die Bezahlung hatte für sie in Devisen zu erfolgen. In Vier-Sterne-Häusern wurden oft Gäste aus dem Bereich des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe untergebracht. Ein bekanntes Beispiel ist das Hotel Stadt Berlin in Ost-Berlin, das vor allem als Hotel für sowjetische Gäste galt. Die niedrigste Stufe von Interhotels waren einige Drei-Sterne-Häuser, vor allem in kleineren Städten, wie beispielsweise das Hotel Elephant in Weimar. Nach internationalen Maßstäben waren die Interhotels bis auf Ausnahmen jeweils etwa einen Stern zu hoch eingestuft.

Nahezu alle Hotels der gehobenen Klasse in der DDR waren Interhotels; bekannte Ausnahmen stellten das HO-Hotel Neptun in Warnemünde und das Hotel Cecilienhof in Potsdam dar. In den meisten Bezirksstädten existierten Interhotels, aber auch in Jena (bis Anfang der 1980er Jahre: Hotel International), Oberhof und Weimar.

Interhotels und Ministerium für Staatssicherheit

Interhotels standen unter der Kontrolle der Hauptabteilung VI des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), Abteilung Touristik. Das MfS versuchte, sowohl die Aktivitäten internationaler Gäste zu überwachen als auch nachrichtendienstlich zu nutzen. Oft wurden kompromittierende Situationen konstruiert (Einsatz von als IM verpflichteten Prostituierten in audio- und videoüberwachten Hotelzimmern), um den Betroffenen zur Mitarbeit zu „bewegen". Aufgrund der Kontaktmöglichkeiten mit Reisenden aus dem kapitalistischen Ausland war auch der IM-Prozentsatz der Hotelbelegschaft überproportional hoch
Besonders im Fokus standen Hotels, an denen politische Weichenstellungen diskutiert wurden, wie das Hotel Bellevue in Dresden.