Umfrage: Was ist der wichtigste Wertbestandteil eines Jetons? (mehrere Antworten erlaubt)

Antworten Anteil der Stimmen Abgegebene Stimmen
Der aufgedruckte Wert des Jetons 17% 2
Das ausgebende Casino des Jetons 42% 5
Form und Gestaltung des Jetons( Durchsichtsregister, bunt) 17% 2
Das Alter und Seltenheit des Jetons 25% 3

Abgegebene Stimmen: 12
#1 Wertermittlung bei Jetons von coinflipp 19.04.2012 00:46

Zitat
Hallo Sammlerinnen und Sammler,

eine wichtige Frage ist wohl häufig der Wert eines gesuchten Jetons. Was sind denn nun die Wertbestandteile eines Sammlerstückes?
Ist es der Wertaufdruck oder die Gestaltung in Form und Muster oder vielleicht das jeweilige ausgebende Casino. Sind markierte Jetons beliebter und damit wertvoller?
Ein Aspekt könnte auch die Seltenheit oder das Alter eines Jetons sein.
Ich glaube aber, dass die Vorlieben eines Sammlers, ja vielleicht der Bezug des Sammlers zum Jeton, wenn er schon mal mit diesem Jeton gespielt hat, eine wichtige Rolle spielen.
Trotzdem steht man immer vor der Frage, wieviel soll ich für einen Jeton bezahlen?
Gibt es also einen inneren Wert des Jetons?
Generell glaube ich, dass es eine Art Ranking-Liste von Casinos gibt, die jeder irgendwie im Kopf hat.
Auch meine ich, dass Stücke mit höherem Wertaufdruck auch teurer gehandelt werden.
Aufwendig gearbeitete Jetons sind sicher auch begehrter, vor allem, wenn sie schön bunt und mit einem Durchsichtsregister versehen sind, dazu mit einer Registriungsnummer und auch unbeschädigt (also nicht entwertet oder mit einem Loch als Schlüsselanhänger) sind.
Meiner Meinung sollte die absolute Obergrenze des Kaufpreises der Nominalwert des Jetons, umgerechnet in die Handelswährung, sein.
Man muss sich auch im Klaren darüber sein, dass es sich nur um ein Stück Plastik oder Kunststoff handelt, dass keinen Umtauschwert besitzt.
Ok, Briefmarken sind auch nur aus Papier und bei Regen ist der Jeton deutlich überlegen!
So was meint ihr denn so zu meinem Beitrag?
Es ist der erste zaghafte Versuch, sich mit diesem schwierigen und wichtigem Thema auseinanderzusetzen.
Vielleicht rufe ich ja die Erstellung einer Taxationsliste ins Leben.
Oder gibt es dazu bereits Kataloge?
Eure Feedbacks sind erwünscht! Wieviel zahlt ihr denn so für Jetons? Und wie ermittelt ihr den Wert?

See you...

#2 RE: Wertermittlung bei Jetons von Veronika 19.04.2012 14:16

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Hallo,

ein Jeton oder Plaque ist das Wert, was ich als Sammler bereit bin dafür zu zahlen. Ansonsten ist das Ganze eine Frage von Angebot und Nachfrage. Wird ein Stück erstmalig z.B. bei ebay angeboten und fast allen Sammlern fehlt das Stück in der Sammlung, ist der Preis entsprechend hoch. Wird dieses Stück nach und nach noch öfter angeboten, dann fällt der Preis entsprechend.
Da auch fast immer nicht bekannt ist wie hoch die Außenstände einzelner Stücke sind, ist es sehr schwierig mit einer Taxationsliste.

Schöne Grüße
Veronika

#3 RE: Wertermittlung bei Jetons von coinflipp 19.04.2012 14:35

Hallo Veronika,

vielen Dank für Dein Feedback.
Gerade bei ebay fällt mir auf, dass manche Anbieter oft grosse Mengen von bestimmten Jetons nach und nach auf den Markt bringen. Wohl eine Art Verkaufstaktik.
Ich frage mich nur, wie die Verkäufer an so grosse Posten von Jetons gelangen. Behalten sie diese Spielchips einfach beim Casinobesuch? Ich meine eher nicht, weil diese auch oft einen hohen Wertaufdruck haben. Aber Casinos geben leider keine älteren Jetons ab.
Schön, dass Du an meiner Umfrage teilgenommen hast, aber hat der Wertaufdruck des Jetons für Dich eher eine untergeordnete Rolle?
Für mich spielt er eine sehr grosse Rolle.
Allein Angebot und Nachfrage spielen zwar eine Rolle, ob ich mit meiner Preisvorstellung auch den Jeton bekomme, ändert aber nichts an meiner Wertvorstellung.
Jeder Sammler setzt sich doch ein Limit für ein Sammelstück.

See you

#4 RE: Wertermittlung bei Jetons von Veronika 19.04.2012 15:04

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Hallo,

der Wertaufdruck sagt ganz häufig etwas über die Seltenheit aus, da es von den höheren Werten nicht die großen Stückzahlen gibt wie bei den kleineren Werten und das spielt bei mir halt in Richtung Seltenheit mit rein.
Auf der anderen Seite gibt es z.B. bei den Bad Homburgern der ersten Serie kaum die Werte 1 und 2 und diese fehlen auch vielen Sammlern. Die Werte 5,10, 20 und 100 hat fast jeder.
Um bei Bad Homburg zu bleiben: in der 2ten Serie geniest der schwarze 50er an Seltenheitswert. Da kommt es nicht auf den Wert an.

Schöne Grüße
Veronika

#5 RE: Wertermittlung bei Jetons von Björn 19.04.2012 20:46

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Hallo,

meiner Meinung nach fließen alle alle in der Umfrage genannten Punkte in den Wert eines Jetons ein. Man kann die Liste sogar noch mit "Größe des Jetons (35mm oder 44mm)" oder "Herkunftsland" erweitern.
Je höher dann die Summe der einzelnen Faktoren ist (Seltenheit, Größe, Nomimalwert usw.) je höher auch der Preis. Sicher spielen aber auch persönliche Dinge bei jedem Sammler eine sehr große Rolle.
Manche sammeln z. B. nur Plaques und Jetons in Übergröße. Da kann der 35 mm Jeton noch so selten sein, es läßt ihn kalt.
Andere sammeln nur Chips mit dem Wert $1 oder $25. Die würden niemals auch nur 10 Euro für einen $5 ausgeben.

Deine Aussage "Meiner Meinung sollte die absolute Obergrenze des Kaufpreises der Nominalwert des Jetons, umgerechnet in die Handelswährung, sein." passt leider nur bei gültigen €-Jetons.
Und auch dabei werden Dir nur gute Sammlerfreunde Jetons zum Nominalwert verkaufen. Die Fahrt in ein Casino, um die Stücke zu besorgen, kostet schließlich auch Zeit und Geld.
Oder man tauscht zum Nominalwert. Dann passt es wieder. (Aber nicht bei 5 x 2 Euro für 1 x 10 Euro)

Bei DM-Stücken passt die Sache mit dem Nominalwert auch oft nicht. Niemand würde z. B. € 511,29 für einen 1000-DM-Plaque aus Bad Homburg ausgeben. Die gibt es dafür viel zu oft.
Genau so würde niemand einen 20 Franken Jetons aus Zermatt für € 16,43 verkaufen (Falls doch, ich nehme gleich 5 Stück ab )

Im Prinzip ist es aber immer so wie Veronika schon geschrieben hat: "ein Jeton oder Plaque ist das Wert, was ich als Sammler bereit bin dafür zu zahlen."
Dummerweise gibt es oft mindestens einen Sammler, der leider mehr bereit ist zu zahlen als ich
Du siehst, hier hat Du ein kompliziertes Thema angeschnitten.

Many Greetz,
Björn

#6 RE: Wertermittlung bei Jetons von Tom 20.04.2012 18:38

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Hallo zusammen,

tja ... das ist in der Tat ein schwieriges Thema. Ich möchte mich da auch Veronika und Björn anschließen. Egal um welchen Jeton oder Plaque es sich handelt. Letztendlich hat er den Wert, den du dafür ausgeben möchtest.

Wir hatten ja kürzlich mal dieses Thema zum Danziger "50 Gulden Blauring" aus Zoppot von 1931. Wir sind, glaube ich, zu dem Ergebnis gekommen, dass man je nach Zustand des Jetons so zwischen 150 - 300 Euro ausgeben kann. Ich besitze insgesamt 4 Stücke ... wovon alle 4 Stücke in einem sehr guten Zustand und nahezu neuwertig sind. Diese Stücke wurden also höchst wahrscheinlich auch nie im Spiel eingesetzt. 3 Stücke davon haben "keine" Flocken. Dies ist auch wieder eine Wertsteigerung.

Ich habe von einer älteren Dame schon einmal 500 Euro für diesen Jeton geboten bekommen, obwohl Sie keine Jeton-Sammlerin ist. Sie sammelt Meissner Porzellan ... und eben dieser 50er ist aus Meissner Porzellan. Sie wollte Ihn unbedingt haben und hat wirklich sehr hoch geboten. Du siehst ... der älteren Dame war das Stück viel mehr wert, wie vielleicht jemandem von uns Jeton-Sammlern.

Ich habe nicht verkauft ... und werde meine Blauringe auch nicht verkaufen !!!

Ich gebe meine doppelten Blauringe z.B. nur zum Tausch her, um meine Sätze zu vervollständigen, die mir wichtig sind. Für einen Blauring bekommst du eigentlich fast jeden Plaque, den du haben möchtest ... oder vielleicht sogar mehrere. Das ist mir persönlich mehr Wert wie ein paar Euros.

Du siehst ... auch für mich haben Jetons und Plaques nicht unbedingt einen bestimmten Geld-Wert ... sondern einen ganz individuellen Wert !!!

Okay ... soviel erst einmal von mir ... nette Grüße an euch alle ... Tom

PS: Wer möchte meine Fehl-Liste haben ?

#7 RE: Wertermittlung bei Jetons von loewe02notgeld 21.04.2012 15:00

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Hallo & ein schönes Wochenende Euch allen !!
Interessantes und schwieriges Thema. Ich stimme mit Veronika völlig überein. Das Sammlerherz und seine Begehrlichkeit sind für eine Preisfindung nicht unerheblich. Die Auflagenhöhe und die mögliche Seltenheit eines Sammlerstückes wird aber auch eine Rolle spielen müssen! In der Numismatik kenne ich auch eine Anzahl von "Sammlerfreunden" da ist Geld (Euro) nur relativ - sie kaufen alles was WERT hat oder haben könnte.
Ich persönlich lasse meinen Bauch entscheiden und je nach Tagesform und "Mutti`s Zustimmung" wird ein Preislimit gefunden. Letztlich kann man auch den Rat guter Freunde einholen (siehe meine Frage 50 Gulden).
Beste Grüsse Hans